Dienstag, 17. Juli 2018
Virtuelles Wandern mit Eule
Da ich derzeit nicht selbst wandern kann, unternehme ich halt virtuelle Ausflüge mit der geschätzten Wandereule. Sie war in den vergangenen Wochen endlich wieder unterwegs, und die Fotos, die sie von dort mitbrachte, sind sehenswert:

Von Niederauf nach Weinböhla

Semmelsberg und Eselsweg

Venturinis Gelände

Klostertor und Spittelmühle (Teil I).

Lesenswert sind auch ihre Schilderungen der Wanderungen, man erfährt einiges über Vergangenheit und Gegenwart.

Im Wartestellenhäuschen kleben immer noch die Plakate der Identitären. Soll ich oder soll ich nicht? Plötzlich erscheint eine junge Frau im Sommerkleid und fragt sehr höflich: "Stört es Sie, wenn ich die Naziplakate abreiße?" Sie hat ein Becherchen dabei, schöpft Wasser aus dem Flüsschen und die Plakate werden ganz reinlich abgeweicht. Ende Gelände.

Wer selbst in Dresden oder Umgebung wohnt oder Urlaub macht, dem sei eine ihrer geführten Wanderungen ans Herz gelegt - allen anderen diese Links.

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Samstag, 14. Juli 2018
Fragen der Menschheit (LI)
Wenn man das jeweilige Strafmaß für die Mitangeklagten im NSU mit denen aus den RAF-Prozessen vergleicht, wie fällt die Bilanz aus?

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Freitag, 8. Juni 2018
Die Klinik für verletzte Mauersegler
In Frankfurt gibt es eine Klinik für verletzte und hilflos aufgefundene Mauersegler. Fast 800 Patienten wurden dort 2017 versorgt, zeitweise waren rund 300 Mauersegler gleichzeitig in Pflege. Als Fachklinik ist sie weltweit einzigartig und deutschlandweit die einzige staatlich anerkannte Auffang- und Pflegestation für Mauersegler. Finanziert wird sie durch die Mitgliedsbeiträge der deutschen Gesellschaft für Mauersegler und Spenden, doch wird das Geld immer wieder knapp. Diese Klinik könnte von einer Bank eine Spende in Höhe von 2.000 Euro bekommen, wenn man dafür abstimmt. Was Sie nun hoffentlich auch tun.

Denn was wäre der Sommer ohne Mauersegler?

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Mittwoch, 23. Mai 2018
Die ewigen Gärtner


Ich glaube, ich muss mit der Spatzen-Gang doch mal ein ernstes Wörtchen reden.

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Dienstag, 3. April 2018
Der gelöschte Kommentar
Nachdem nun der ein oder andere von Rebellen ohne Markt sich unter den Bäumen umschaut, veröffentliche ich halt nochmals den Kommentar, den Don gestern Nacht gleich gelöscht hat.*

====================== schnipp ========================

und das hier ist halt wieder so ein beleidigter Diss

Ach, Quatsch.

Mal wieder, wie so oft seit dem Tag, als ich damals bei der FAZ angefangen habe.

Als Du damals bei der FAZ anfingst, habe ich darüber keine großen Worte verloren.

Ich sage dazu nichts ausser dass das hier mein privates Wohnzimmer ist und wenn's nervt, mei, es gibt genug anderen Webspace für Klagen. Hier hat das jetzt ein Ende.

Schade, dass Du auch bei langjährigen Kommentatoren so dünnhäutig reagierst, wenn sie Fragen stellen und nicht alles bejubeln, so dass keine Diskussion mehr möglich ist. Immer nur Claqueure um sich herum zu haben, tut niemandem gut.

Vielen Dank für Deine bisherige Gastfreundschaft. Lebwohl.

====================== schnapp ========================

* aus dem Gedächtnis zitiert

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Mittwoch, 3. Januar 2018
Lehnstuhlreisen
Im vergangenen Jahr war ich leider nicht auf Reisen, Anne Seubert war hingegen ständig auf Achse. Im Juli stattete sie Moskau in Wind und Watte einen Besuch ab. Den Besuch ihres Blogs möchte ich Ihnen wiederum ans Herz legen, Sie müssen dafür nicht einmal aus dem Haus. Schon praktisch bei dem Wetter.

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Montag, 4. Dezember 2017
Ach Winter
Mit dem Konzept Unterhemd muss ich mich auch erst wieder vertraut machen.

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Sonntag, 3. Dezember 2017
Ich Eichhörnchen
Wenn ich jetzt bloß noch wüsste, wo ich die Dominosteine vor mir versteckt habe.

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Mittwoch, 22. November 2017
Durchsage im Supermarkt
Und auch heute wieder bei uns im Sonderangebot: Beleidigte Leberwurst von Lindner in der Selbstbedienungstheke. 100 Gramm für 10,7 Prozent.

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Mittwoch, 6. September 2017
Man, you got to move on
Ich erinnere mich daran, wie wir mal einen Abend lang nur diesen Song hörten.

Holger Czukay kam in Danzig zur Welt. Er stammte aus einer Juristenfamilie, heißt es allenthalben. Sehr wahrscheinlich kannte mein Großvater sie, war er doch auch einer. Im Nachruf im Guardian las ich, dass Czukays Familie 1945 floh. Er erinnerte sich noch daran, dass sie im Februar in Berlin mit dem Zug ankamen. Möglicherweise war er im selben Zug wie meine Mutter damals: Acht Tage war der bis Berlin unterwegs. Sie weiß noch, dass im Postwaggon außer ihr und den beiden älteren ihrer vier Geschwister ein paar andere Kinder waren. Abwechselnd durften immer einige von ihnen auf dem Tisch sitzen, der in der Mitte stand. Reihum bekamen sie die Wärmflasche, die meine Großmutter mitgenommen hatte und vom Lokführer mit heißem Wasser auffüllen ließ, wenn der Zug hielt.

Sie habe so viele erfrorene Kinder neben den Gleisen gesehen, erzählte mir meine Großmutter einmal. In unserem Waggon ist keins erfroren. Immer wieder blieb der Zug lange Zeit auf freier Strecke stehen, weil er im Schnee stecken blieb. Einmal dauerte es 24 Stunden, bis die Gleise wieder freigeschaufelt waren. Meine Mutter erinnert sich auch noch daran, wie sie und ein anderes Mädchen dann sangen Liebes Zugchen fahre doch, liebes Zugchen fahre doch ... Stundenlang haben wir das gesungen, sagte sie zu mir. Wir müssen den Erwachsenen ganz schön auf die Nerven gegangen sein. Aber keiner hat etwas gesagt. Hauptsache, wir waren friedlich und beschäftigt.

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