Montag, 23. Juni 2008
Mein privater Klimawandel
Nachdem mein gelbes Zwerglöwenmäulchen draußen auf dem Balkon sogar im Januar noch blühte, brauche ich mich über mein kleines Alpenveilchen, das mir mein Vater zu Weihnachten mitbrachte, wohl nicht zu wundern.



Es blüht unermüdlich seit März.

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Sonntag, 22. Juni 2008
Der kleine Luxus (X)


Die Stiefmütterchen auf dem Balkon blühten Anfang Juni noch so prächtig, dass ich sie pflücken musste, um Platz für die Sommerblumen zu machen. Elf dicke Sträuße wurden es - so viele Vasen in der richtigen Größe und Höhe besitze ich gar nicht. Zur Not tun es aber auch Blumenübertöpfe und Kaffeebecher, so wie die, die ich mir ins Badezimmer stellte. Ich liebe Stiefmütterchen und ihren Duft.

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Donnerstag, 19. Juni 2008
Speiseplan
Heute gibt es in der Leipziger Mensa Schweinskeule in Biersoße mit Bayrischkraut. Kein gutes Omen. Der berüchtigte Beige-Beauftragte mischt bei der EM mit.

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Samstag, 14. Juni 2008
Krähen zählen

One for sorrow, two for mirth,
Three for a wedding, four for a birth,
Five for silver, six for gold,
Seven for a secret not to be told.
Eight for heaven, nine for hell,
And ten for the devil's own sel'.

In dunklen Augenblicken fragst Du Dich manchmal, was Du zum Teufel verkehrt gemacht hast, dass all Deine Freunde zu zweit leben und Kinder haben, Du aber nicht. Dabei bist Du doch weiß Gott kein schlechter Kerl, bist gescheit, bringst andere zum Lachen und siehst auch ganz gut aus. Die Frauen stehen auf Dich, stets hattest Du bildschöne Freundinnen, aber irgendwann war es immer vorbei. Jetzt bist Du vierzig.

Du gehst hinaus, schaust nach den Krähen. Ich sehe Dir aus der Entfernung zu. Du hoffst auf drei oder vier. Ich wiederum zähle sieben.

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Mittwoch, 11. Juni 2008
Das kleine Glück
Man kann auf das große Glück hoffen und 4,50 Euro für einen Lottoschein ausgeben. Oder sich selbst dafür mit einem großen Strauß Pfingstrosen beschenken.

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Freitag, 6. Juni 2008
Boot und Blumen


Früh am Morgen bleibt keine Zeit, um die Geschenke auszupacken, wir müssen pünktlich am Anleger sein, das Schiff wartet nicht. Wer Geburtstag hat, bekommt eine Freifahrt geschenkt. Wir wollen heute Blumen gucken und machen uns darum auf den Weg nach Bingen.

Wir setzen uns aufs Sonnendeck, aber während der Fahrt verzieht sich die Sonne immer wieder einmal hinter die Wolken. Auf dem Rhein herrscht schon einiger Verkehr.



So ein Haus wäre eigentlich auch nicht schlecht, sagt meine Begleitung und deutet ans rechte Ufer.



Das da würde ich aber auch nehmen, antworte ich und zeige auf die andere Seite.



Einst gehörte es den Landgrafen zu Hessen, heute soll der Besitzer ein Düsseldorfer Industrieller sein, der einmal im Jahr seine Parteifreunde von der EffDeePee dorthin zu einer großen Sause einlädt. Das hat mir ein Segler erzählt, der an dem Abend gerne Zaungast spielt und mit seinem Boot an einer der Auen anlegt. Bei ausreichend Rotwein genießt er dann das nächtliche Feuerwerk, das dort stets steigt.

Unser Schiff fährt an Eltville vorbei. An und in der Kurfürstlichen Burg blühen wie jedes Jahr die vielen Rosen.



Fortsetzung in den Kommentaren: Teil II, Teil III, Teil IV, Teil V, Teil VI, Teil VII.

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Und vom Himmel ein Stück

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