Samstag, 25. Juni 2005
Stelldichein
Wolken, verzieht Euch! Venus, Merkur und Saturn treffen sich heute Abend eine halbe bis dreiviertel Stunde nach Sonnenuntergang, tief am West-Nordwesthorizont, und das möchte ich gern sehen.

Venus ist der helle Planet, den man derzeit sieht. Merkur wird dann rechts unterhalb dicht an der Venus sein, Saturn links unterhalb, etwas weiter entfernt. Beide sehen viel blasser aus; alle drei zusammen bilden ein Dreieck.

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Pausenhoferinnerung
Als ich an ihm vorbeigehe, stößt der Schwan ein Schnauben aus, das so klingt wie früher, wenn die Jungs aus der neunten Hauptschulklasse den Rotz hochzogen, bevor sie, um sich gegenseitig zu beeindrucken, in hohem Bogen auf den Schulhof spuckten. Einer von ihnen, es war der, der von den Mädchen aus seiner Klasse am meisten umschwärmt wurde, machte das bisweilen auch, bevor er seine jeweils aktuelle Freundin küsste.

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Peng
Wenn ich mit meinem Auto durch die warme Nacht nach Hause fahre, über mir nur der Sternenhimmel, dann bin ich manchmal so glücklich, dass ich schier platzen könnte.

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Freitag, 24. Juni 2005
Liebes Schaf,
wie verliebt man sich? Verirrt man sich? Verliert man das Gleichgewicht und stolpert und fällt hin, schürft sich das Knie auf und das Herz? Knallt man auf den steinigen Boden? Gibt es einen Abgrund, in den man versinkt, über die Kante und weg, auf Nimmerwiedersehen?

- Cathleen Schine: Der Liebesbrief -

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Freitag, 24. Juni 2005
Auf der Parkbank
Lustvoll leckt der ältere Herr an seinem Eis und beißt in die Waffel. In seinen Augen das Vergnügen eines Fünfjährigen.

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Donnerstag, 23. Juni 2005
Pünktchen und Anton
Es ist schon erstaunlich, wie oft man ans Internet denkt, kaum hat man beschlossen, freiwillig für ein paar Tage offline zu sein. Damit ich auch keinesfalls schwach werde, hat Anton, einer der netten osteuropäischen Herren, die seit zwei Wochen draußen auf dem Gerüst herumturnen, noch während ich am Freitag online war, meine Telefonleitung durchbohrt. Sehr fürsorglich. Er fand wohl, es sei wirklich genug. Außerdem durchbohren Handwerker ganz gern meine Telefonleitung, das ist mir in meiner früheren Wohnung schon einmal passiert. Damals hatte ich viel Spaß mit cholerischen Technikern, diesmal habe ich nur nette Leute von dem Konzern mit der metrosexuellen Corporate-Identity-Farbe kennen gelernt, dafür aber richtig viele.
Am Montag bekam ich hier ein provisorisches Telefonkabel vom Hof durchs Fenster gespannt, nur mein Internetanschluss blieb mausetot. Das brachte mir dann die neuen Bekanntschaften ein, die mir aber auch nicht wirklich helfen konnten.

Nachdem Anton und seine Kollegen gerade 'mal eben so ein Satellitenschüsselkabel einzementiert hatten, habe ich sie gebeten, das nicht auch noch mit diesem provisorischen Kabel zu machen. Bei der Gelegenheit erzählte mir Pünktchen, der Vorarbeiter, strahlend, sie hätten im anderen Seitenflügel schon ein Wasserrohr zur Strecke gebracht, sächs Kellär waren alle vollär Wassär. Aber das macht niechts, wir sind värrsichärt.
Schwung haben die Jungs ja, sie amüsieren sich bei ihrer Arbeit auch prächtig, jedenfalls wird viel gelacht, und das ist schön. Außerdem beschallen sie das Anwesen hier so laut mit Musik, dass der schlechte polnische Techno meiner Nachbarn dagegen keine Chance hat. Meinetwegen können sie also ruhig noch eine Weile hier bleiben - nur von meinem Telefonkabel sollen sie dann bitte die Finger lassen.

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Der kleine Luxus (II)
Der Geschmack der Kindheit: frische Himbeeren.

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Freitag, 17. Juni 2005
Beep
Andernorts sind schließlich auch Experimente gemacht worden, darum ist hier ab sofort Sendepause. Wenigstens für ein paar Tage werde ich gleich den Stecker ziehen. Das Testbild und noch viele andere gibt es dort, sogar zum Herunterladen. Nur der dazugehörige Dauerpiepton fehlt.

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Donnerstag, 16. Juni 2005
She's lost control
Ist es die eigene Maßlosigkeit, die ewig gleiche Schwierigkeit, sich selbst Grenzen zu setzen, die mich so leicht abhängig werden lässt, von Nikotin, Schokolade, Sex, Internet?

Das Rauchen gab ich vor über zwölf Jahren auf, aus freien Stücken aß ich einmal sechs Jahre lang keine Schokolade, nur die Online-Sucht, denn nichts anderes ist es, bekomme ich nicht wirklich in den Griff. Im Grunde wäre es Zeit für eine Sendepause, wenigstens für ein paar Tage.

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