Sonntag, 19. Januar 2014
Im Garten des toten Prinzen (III)
Wochenlang spähten die beiden Schweizer Brüder Peter und Ferdinand F. und ihr italienischer Kompagnon Georgi C. im Frühjahr 1978 Gut Panker aus. Ihr Plan: Moritz Prinz von Hessen entführen. Zwischen 600.000 und einer Million DM sollten als Lösegeld dabei herausspringen. Vielleicht träumten die 39 und 37 Jahre alten Brüder - der eine war Zahntechniker, der andere Bürokaufmann -, und der 26-jährige Georgi, der nur eine abgebrochene Dolmetscherausbildung vorzuweisen hatte, von einem süßeren Leben. Ferdinand hatte jedenfalls eigens sein Haus verkauft, um das Vorhaben zu finanzieren.



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Dienstag, 1. Oktober 2013
Blaues Wunder
Morgen fahre ich mit meiner Mutter in aller Früh nach Dresden. Wir besuchen ihre einzige Cousine, die dort in der Nähe lebt. Da diese Cousine nach der Wende etliche Jahre Bürgermeisterin war, feiere ich den Tag der deutschen Einheit mit einem sächsischen Kreisverband der CDU.* Es gibt einen Empfang, zu dem auch ein gewisser Bundesminister kommt. Ich bin wild entschlossen, denen Häppchen wegzufuttern und mich angenehm mit Sekt zu bedroöhnen.

* In der Sippe gibt es übrigens auch etliche SPD-Mitglieder. Weil die beiden Fraktionen sich beim Clantreffen vor vielen Jahren einmal total in die Wolle kriegten, wird bei diesen Treffen möglichst nicht mehr über Politik diskutiert. Ich werde mich auch daran halten.

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Samstag, 21. September 2013
Im Garten des toten Prinzen (II)


Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt ließ sich das Jagdschloss Wolfsgarten von 1722 bis 1724 nach den Plänen von Baumeister Remy de la Fosse errichten.



Die Parforce-Jagd, also die Meutejagd zu Pferde, die Landgraf Ernst Ludwig eingeführt hatte, war in Mode - bis sein Enkel Landgraf Ludwig IX. sie wieder abschaffte. Das Jagdschloss verfiel daraufhin, erst der Erbgroßherzog Ludwig III. ließ es in den 1830er renovieren. Anfang des 20. Jahrhundert baute Großherzog Ernst Ludwig an und machte es zu dem geschlossenen Ensemble.

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Zum Teil I

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Freitag, 20. September 2013
Im Garten des toten Prinzen (I)


Wer nicht zur Familie oder deren Freunden gehört, dem bleibt der Park verschlossen. Nur an drei Wochenenden im Jahr öffnen sich die Tore von Schloss Wolfsgarten für alle: zum Rhododendronblütenfest im Mai und zum fürstlichen Gartenfest im September.



Das Schloss im Wald zwischen Langen und Egelsbach ist der Familiensitz derer von Hessen und nach wie vor bewohnt.



Als wir am zweiten Wochenende des Rhododendronblütenfests den Park besuchen, weht die Flagge auf Halbmast. Moritz Prinz und Landgraf zu Hessen ist drei Tage zuvor gestorben.



Es war ein bewegtes Leben: Sein Vater war ein Nazi, seine Mutter - eine italienische Prinzessin - starb im KZ. Und er selbst wurde später adoptiert - und sogar einmal entführt.

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Sonntag, 11. August 2013
Uwaga!


Ich bin wieder da - und auch schon gleich wieder im Stress. Von morgen bis übernächstem Montag muss ich durcharbeiten, anschließend kommt eine Freundin zu Besuch. Es dauert also noch, bis ich vom Urlaub erzählen kann.

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Samstag, 13. Oktober 2012
Siehe, er kommt mit den Wolken


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Freitag, 12. Oktober 2012
Und alle Säulen erstrahlen in seinem Lichte


Denn der Herr des Hauses ist in Seinem Hause erschienen, und alle Säulen darin erstrahlen in Seinem Lichte. Des Lichtes Wirkung und Kraft kommen vom Spender des Lichtes her, darum bewegt sich alles durch Ihn und erhebt sich nach Seinem Willen. Dies ist die Quelle, daraus jene trinken, die Gott nahe sind, wie es geschrieben steht: „Eine Quelle, aus der jene sich laben, die Gott nahe sind“.

- Bahá’u’lláh: Die sieben Täler, Vier Täler -





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Samstag, 11. August 2012
Left In Ruins


Fast 400 Jahre existiert das Herrenhaus Üselitz, bis es die Bereitschaftspolizei Stralsund und die Kampfgruppe Bergen mutwillig zerstören. Dabei steht es da schon auf der Denkmalliste des Kreises. Dennoch missbrauchen sie das Haus als Übungsplatz und ruinieren es bis auf die Außenwände.



Das erste Mal taucht der Name Uselitze auf einer Urkunde aus dem Jahr 1311 auf. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts gehörte es dem Landesherren Herzog Ernst Ludwig von Pommern, der es dann eintauschte. Erich von Zuhm, der neue Besitzer, legt vermutlich das Gut an und lässt von 1580 an das Herrenhaus bauen. Der Eingang des Hauses liegt auf der Gartenseite, ein aufwändiges Renaissance-Portal, dessen Plastiken bei einem späteren Hausumbau abgeschlagen werden. Erst Anfang des 21. Jahrhunderts sollen Untersuchungen den alten Eingang wieder zu Tage fördern. Vermutlich erhält das Herrenhaus bei dem Umbau auch nachträglich ein Portal auf der Hofseite, geziert von Pilastern und einem Dreiecksgiebel, in dem ein Wappenrelief prangt. Die von Zuhm sollen sich mit dem Bau ruiniert haben.

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Freitag, 10. August 2012
I'll Promise You A Rose Garden


Beide Kriege hat es überstanden und sogar die DDR.



Erstmals urkundlich erwähnt wird „Rhosengharde“ im Jahr 1318. Damals gehörten „15 steuerbare Hakenhufen Acker“ dazu, also 225 Morgen Land, denn in Pommern entsprach eine Hakenhufe 15 Morgen.



Noch im 14. Jahrhundert wurde der Hof zum ersten Mal verkauft. Das sollte in den kommenden 800 Jahren noch häufig geschehen. Herzog Wartislaw VI. war 1392 nicht der erste Käufer, aber er schenkte den Hof dem Kloster Eldena bei Greifswald, dessen Ruinen wiederum Caspar David Friedrich später malte.

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Donnerstag, 9. August 2012
... ein herzerquickendes, liebliches Licht


Nie käme es mir in den Sinn, mir auf meinem morgendlichen Weg Musik in die Ohren zu stecken. Fast alle Jogger, die mir begegnen, betäuben sich mit Musik. Vielleicht ist es kein Zufall, dass die meisten nicht so aussehen, als mache ihnen das Laufen Spaß. Mit Tunnelblick laufen sie in der Regel grußlos an mir vorbei, die meisten fallen schwer von einem Schritt in den anderen. Nur einmal sehe ich einen Mann, der mit großen Schritten leicht und elegant läuft wie eine Gazelle. Er hat auch ein Guten Morgen für mich übrig.

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