Heute Morgen traf ich an den Wiesen nahe des Flusses auf eine eigenartige Nacktschnecke. Sie war etwa 15 Zentimeter lang, hellbraun und hatte auf dem Rücken ein Leopardenmuster. Zuerst hielt ich sie für eine kleine Schlange, weil sie so lang und dünn war. Erst als ich ein paar Grasbüschel am Wegesrand lupfte, sah ich ihre Fühler. Kennt die jemand? Ich habe so eine Schnecke noch nie zuvor gesehen.
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* Es ist übrigens angemeldet, liebe GEZ, Du brauchst mich also nicht mit nervigen Briefen - nein, ich habe immer noch keinen Fernseher -, oder doofer Reklame zu belästigen. (via Kristof).
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Als es darauf ankam, handelten auch wir nicht. Allzu viel hatten wir aus den Fehlern unserer Großeltern eben nicht gelernt, wir Biedermänner.
Zwischenbericht des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zu den Ereignissen um die ZAST
(Chronologie der Ereignisse und Aussagen von Polizeibeamten ab Seite 40)
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Where’er you walk,
cool gales shall fan the glade;
trees, where you sit,
shall crowd into a shade.
Where’er you tread,
the blushing flow’rs shall rise,
and all things flourish
where’er you turn your eyes.
Georg Friedrich Händel: Semele
Foto: EMI Classics
Nebenbei straft Ian Bostridge alle Klischees über Tenöre Lügen. Denen sagt man ja ganz gerne nach, dass sie nicht unbedingt die Hellsten seien. Er aber hat in Cambridge und Oxford Geschichte und Philosophie studiert, über Hexenglauben in England in den Jahren von 1650 bis 1750 promoviert und war danach Fellow am Corpus Christi College, Oxford. Sein Lebtag wird er auch niemals so dick werden wie Pavarotti & Co., Bostridge ist groß und sehr schlank - er hat diese skinny sexiness, die englischen Männern nicht selten zu eigen ist. Und sehr blaue Augen.
Bei all dem tritt er völlig unprätentiös auf. Steht bescheiden auf der Bühne und erweckt manchmal den Eindruck, als sei es ihm fast peinlich, dass ihm das Publikum noch mehr zujubelt als dem Orchestra of the Age of Enlightenment. Deren Solo-Geiger Matthew Truscott ist übrigens ebenfalls sehr nett anzuschauen. Nicht nur, weil er mit offensichtlichem Vergnügen musiziert. Sehr schlank ist auch er (Engländer, siehe oben), und ich wette, er hat einen ganz wunderbaren trockenen Humor.
Nach dem Konzert tat ich etwas, was ich erst zweimal in meinem Leben getan habe: Mir von einem Künstler die CD signieren lassen. Als ich Ian Bostridge in dem Gedränge leise auf Englisch für den wunderbaren Abend dankte, da freute er sich spontan und sagte genauso leise Thank you. Als er mir die CD zurückgab, lächelte er mich ein zweites Mal an, so dass mir jetzt noch schwindelig ist und meine Begleitung, die das nur aus der Ferne beobachtete, mich fragte: Hast Du etwas zu ihm gesagt? Er hat Dich ja so strahlend angelächelt ... das war richtig auffällig.
Wenn Sie also die Möglichkeit haben, Ian Bostridge zu hören, wie etwa Ende August/Anfang September in Österreich (am 3. Oktober singt er nochmals in Wien), am 18. September in Basel, am 19. September in Köln, am 14. November in Berlin oder am 21. Dezember in Dresden, dann gehen Sie unbedingt hin.
Ich genieße derweil das Glück, nicht wie Händels Zeitgenossen diese wunderbare Musik womöglich nur einmal im Leben hören zu können, sondern drücke die Repeat-Taste. Und nun entschuldigen Sie mich bitte, ich muss jetzt noch ein bisschen schmachten.
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Es waren längst nicht so viele Mauersegler wie hier, aber sie waren noch da. Doch als ich heimkehrte, waren sie schon fort, ohne dass ich ihnen ein Lebt wohl hinterher winken konnte.
Die Abende sind jetzt so still und der Himmel so leer. Bis Mai ist's eine lange Zeit.
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But fresh lilaced moorland fields
Cannot hide the stolid stench of death
Fresh lilaced moorland fields
Cannot hide the stolid stench of death
- The Smiths: Suffer little children -
Over the moor, take me to the moor.
Als er mir das erzählte, bebte seine Stimme vor unterdrücktem Zorn, weil er das, was er wusste, nicht beweisen konnte. Und er nannte Namen. Namen, die mir nichts sagten, ein Geschäftsmann, ein Politiker. Namen, die ich mir in jener Nacht nicht merken konnte, weil das Grauen keinen Platz dafür ließ.
Over the moor, take me to the moor.
Fünf Jahre später erzählen mir Moritz und sein Freund dann des Nachts wieder von Männern und anderen Mädchen. Und ihre Stimmen beben manchmal vor Grauen. Auch von kleinen Jungen aus Ländern, wo keiner Fragen stellt, sprechen sie. Von schmutzigen Geschäften, von Verschwundenen und von Toten. Von Staatsanwälten und Richtern, denn das ist der Sumpf. Und immer noch reichen die Beweise nicht, denn im Moor ist alles weich. So weich.
Not only in Manchester, so much to answer for.
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