Mittwoch, 6. Dezember 2006
Ersatztherapie
Dass ich nächste Woche wieder arbeiten gehen kann, ist wohl nicht sehr wahrscheinlich, frage ich die Ärztin, die mir heute den blutgetränkten Verband abzieht. Halte ich für unwahrscheinlich, antwortet sie, das können sie denen schon einmal andeuten, es hat ja wieder ein bisschen geblutet. Als sie einen genauen Blick auf die Wunde wirft, sagt sie nur kurz und knapp: Das können Sie vergessen, dass Sie nächste Woche wieder arbeiten.
Nur gut, dass Blogs Therapie-Ersatz sind. Das meint jedenfalls die Süddeutsche, und dann wird es ja wohl auch stimmen.
via Indiskretion.
Nur gut, dass Blogs Therapie-Ersatz sind. Das meint jedenfalls die Süddeutsche, und dann wird es ja wohl auch stimmen.
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Montag, 4. Dezember 2006
Bilder vom Verschwinden
Hier gibt's gerade nicht viel zu sehen, denn ich bin immer noch nicht wieder gesund, aber zum Glück gibt es anderswo Sehenswertes, beispielsweise diese Bilder vom verschwindenden Heuersdorf, das abgebaggert wird, oder jener Bahnhof von Deutzen, mit einem handgemalten, russischen Ausgangsschild.
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Samstag, 2. Dezember 2006
Lichtblicke
Die ferne Freundin, die gerade wieder einmal ein paar Tage auf der anderen Seite des Flusses weilt und mich bei ihrem Besuch mit einem Massageöl überrascht und mir die schmerzenden Beine massiert. Die beste Freundin, die mich viereinhalb Stunden am Telefon mit schreiend-komischen Japan-Schilderungen unterhält. Meine Mutter, die mich fast täglich zum Verbandswechsel kutschiert und mir noch vieles anderes Gutes tut. Mein Vater, der beinahe täglich anruft, um zu hören, wie es mir geht. Meine jüngere Schwester, die mir all ihre ungelesenen Bücher borgt, meine ältere Schwester, die mir Päckchen schickt.
Und so mancher Blogger, der mir mailt, denn Kranksein ist ziemlich langweilig.
Und so mancher Blogger, der mir mailt, denn Kranksein ist ziemlich langweilig.
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Donnerstag, 30. November 2006
Unruhepuls
Wenn einen nachts der eigene Herzschlag am Schlafen hindert.
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Mittwoch, 29. November 2006
Die Zeit zieht sich wie zerkatschter Kaugummi
In den gnädigeren Momenten dämmere ich weg, in den anderen beiße ich den Schmerz in Gummibärchen.
Jetzt ist mir zu allem Elend auch noch leicht übel.
Jetzt ist mir zu allem Elend auch noch leicht übel.
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Sonntag, 26. November 2006
Turquoise tombstone
Schau, sage ich zur besten Freundin, nachdem wir uns in den Plüsch der Kinosessel fallen gelassen haben, das ist das neue Armband, von dem ich Dir erzählt habe. Sehr schön, antwortet sie, genau Deine Farben. Diese Blau- und Grüntöne stehen Dir ja auch gut. Bewundernd lässt sie das Armband durch ihre Finger gleiten. Türkis, sagt sie dann, türkis ist eh eine Farbe, die ich mit Dir assoziiere. Falls Du ’mal vor mir stirbst, pinsele ich Deinen Grabstein türkis an. Kichernd rutschen wir uns in den Sesseln zurecht. Und vielleicht, denke ich dann, macht eines Tages jemand sogar ein Foto davon.
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