Dienstag, 1. November 2005
November
No shadow
No stars
No moon
No care
November
It only believes
In a pile of dead leaves
And a moon
That's the color of bone

(...)

November has tied me
To an old dead tree
Get word to April
To rescue me
November's cold chain


- Tom Waits: November -

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'It's in the trees!
It's coming!'

When I was a child:
Running in the night,
Afraid of what might be

Hiding in the dark,
Hiding in the street,
And of what was following me...

Now hounds of love are hunting.
I've always been a coward,
And I don't know what's good for me.

Here I go!
It's coming for me through the trees.
Help me, someone!
Help me, please!

Take my shoes off,
And throw them in the lake,
And I'll be
Two steps on the water.

I found a fox
Caught by dogs.
He let me take him in my hands.

His little heart,
It beats so fast,
And I'm ashamed of running away

From nothing real--
I just can't deal with this,
But I'm still afraid to be there,

Among your hounds of love,
And feel your arms surround me.
I've always been a coward,
And never know what's good for me.

Oh, here I go!
Don't let me go!
Hold me down!
It's coming for me through the trees.
Help me, darling,
Help me, please!

Take my shoes off
And throw them in the lake,
And I'll be
Two steps on the water.

I don't know what's good for me.
I don't know what's good for me.
I need your love love love love love, yeah!
Your love!

Take your shoes off
And throw them in the lake!

Do you know what I really need?
Do you know what I really need?
I need love love love love love, yeah!

Kate Bush (wer sonst?), "Hounds of Love"

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Sie wollen hier wohl schlafende Hunde wecken, Glam. ;-)

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oh - they are always - - alert?

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Zu dumm aber auch, ich mag Katzen viel lieber. ;-)

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see these eyes so green
i can stare for a thousand years
colder than the moon
it´s been so long
and i´ve been putting out fire
with gasoline

cat people. bowie

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:-) Sie werden lachen, manchmal sind meine Augen grün.
Besonders, wenn ich traurig bin.

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Sie, Frau Arboretum als HerbstAllergikerin, schein'n's'u versuchen, wie's die Allergologen gelegentlich ihren Patienten an"gedeihen" lassen: Sie hypersensibilisieren sich. Ein mirables Herbst-aTOM, das Sie dort ausgestellt haben … Waits … waited für you / As long as I could … Dale war da & fun's wohl ganz gut übersetzt .. auch Sie müssten nun als "anonym" oder "sonstiges" kommentieren können … wenn Sie mögen, versuchen Sie's, unabhängig von all den Professionen, die Sie sich absprechen, die ich aber auch nie nachfragte.

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Herbst-Allergikerin? Es ist doch der Winter, den ich nicht so mag. Der trübe Januar und der bleiernde Februar, sind es schließlich, die einen mit Boris Pasternak sagen lassen:

Der Winter wird nun mehr und mehr begriffen als eine Bedrohung, die irgendwie überlebt werden muss, als Zeit, in derman nicht weiß, wohin man flüchten soll vor "dem Schluchzen der Seele im Februar".

Um dann im März hoffentlich mit Joseph Brodsky erleichtert aufzuatmen:

Und auch diesen Winter bin ich nicht verrückt geworden, ach, der Winter, sieh, ist schon vorbei.

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Obwohl i hoff, dass bloß am Winter liagt
Dass i so frier in letzter Zeit
Und meine Finger klamm und steif san
Mi nix mehr aufbaun konn und nix mehr freit

Und mir vor Kältn s'Redn schwar foit
Und merk, Gefühle frian ganz langsam in mir ein
Hob i doch Angst, dass a, wenns wieda Frühling wiad
Doch nur Winter in mir bleibt

-- Hans Söllner, Wintertraum

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Sie machten mich selbst darauf aufmerksam & verwiesen auf weitere Belege gelinder HerbstAversion … "Ich gehöre bekanntlich nicht zu denen, denen der Herbst die liebste Jahreszeit ist …" Jetzt schreiben Sie, den Winter nicht zu mögen, Frau Arboretum, da Baum & Strauch so pasternaked drohlich & er klamme Kälte Hand & Füßen antut - wie blues'ky es den Söllner sagen lässt …
Ihr Wesen: In steter Wandlung begriffen ?! - !? gleich dem der mythischen Gestalten. Vielleicht ist im Winter in arboreto über allen Whiffeln Ruh' & wir sehn Sie dann unwirklich, auf einem Bein ... Sie, ein frozen RotFlamm'ingo unter schneeweißem Gefieder das "Auge des Vaters" vor EysesStarre hütend?!

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Aber das hieß doch nur, dass der Herbst - im Unterschied zu den Herren Mark und Kid - nicht meine Lieblingsjahreszeit ist. Ich fürchte, Sie lesen in meine Sätze häufiger einmal etwas hinein, und dann wird mir von Ihren Kommentaren immer ganz schwindelig.

Herr Bluesky, was sind das denn für Klänge? Sie wollen wohl, dass wir alle, die wir da drauf klicken, unser blaues Wunder erleben. ;-)

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Es ist mein Metier, aus Ihren Texten mehr herauszulesen (und damit zugleich zuvor etwas hineingelegt zu haben), als Sie glauben, bewusst darin zu verweben.
Sie bewegen sich im stillen Garten der Botanik - Ich im Garten verstellter Lüste. Sie erblicken am Horizont den Bogen der Iris - Ich bin Thaumas. Sie beginnen als Rhizom - Ich ende wie Bartleby.

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wird herbst da draußen
die tauben sitzen schwer wie steine
der baum im hof verliert gewicht
ein alter mann vertritt die beine
wird herbst da draußen, wie ich meine
wird herbst da draußen, und in mir

12 bänke stehn und sind vergessen
ein tulpenbeet hat nichts zu tun
ein sonnenstrahl grüßt sehr gemessen
den herbst da draußen, und in mir

und fenster blicken ernst entschlossen
als sähe keiner rein noch raus
ein pudel schüttelt sich verdrossen
ein unbekannter hat beschlossen
wird herbst da draußen
und in mir

(hildegard knef, in echtzeit aus dem lied abgetippt)
aber für genau das gefühl gibt es das heilmittel:
ohren und seele streicheln lassen von aerial by kate bush

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Sehr schön, Danke. Von der Stimmung erinnert's mich an Mascha Kaléko, vielleicht krame ich nachher noch etwas von ihr aus. Von Kate Bush wiederum besitze ich leider keine CD, vor vielen Jahren hatte ich nur mal ein Tape.

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na dann aber nix wie los - SOFORT aufstehen und kaufen gehen. alles andere wäre vernachlässigung des eigenen lebens
komisch, mein letzter kommentar ist irgendwie nicht gespeichert worden.
ich mag die poetry von knef - direkt, ehrlich, unverblümt

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Hmm. Ich höre die Aerial gerade zum zweiten Mal durch. Ganz schön, ja. Aber Begeisterung will noch nicht so recht aufkommen, dafür erscheint sie mir zu glatt. Das war bei der "Sensual World" oder einzelnen Stücken der "Red Shoes" noch anders. Nun, vielleicht bohren sich ja doch noch irgendwann kleine Widerhaken in meine Gehörgänge.

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nicht mit dem hirn hören, sondern mit dem herzen. einfach reinsetzen und kate machen lassen - dann kommt das schon.

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Leider muss ich mir derzeit solche Vergnügen verkneifen, zumal ich noch nicht einmal weiß, wovon ich die Zugfahrkarte nach Hamburg und das Hotel bezahlen soll. Vielleicht später dann, außerdem ist auch bald Weihnachten.

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In den Regen …*
Stehst du jetzt auch und trauerst in den Herbst
Vor nebelüberwölkten Fensterscheiben?
Gehst du jetzt auch verlassen durch den Park
Und läßt wie welkes Laub vom Wind dich treiben …

Hockst du jetzt auch bei müdem Lampenlicht
Und schreibst an den Papierkorb lange Briefe?
Horchst du wie ich, wenn draußen jemand spricht,
Und hoffst noch immer, dass dich einer riefe –

Kein Laut. Nur Regen tropft von Fensterbänken.
Was mich betrifft: ich fühl mich so allein.
Ich möchte meine Sumpfschildkröte sein
Und mich in tiefen Winterschlaf versenken.

- Mascha Kaléko -

Mehr Lyrik von Mascha Kaléko, ein Bild von ihr (schöne Haare) und die Bibliographie.

* aus Das lyrische Stenogrammheft

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oh ja. schönes bild von ihr. der zusatz in der klammer ist charmant. diese art der haarlocken trugen, so weit ich meine oma alma erinnere, die bezeichnung 'quetschwellen'. bei mascha sehen die schön wild aus. und ein wilder blick dazu. was will man mehr.

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sehr schönes gedicht!

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Vielleicht kann ich mit einem Vers aus Mascha Kalékos Kurzem Epilog ja doch noch zu den Regen-Zeilen animieren, obwohl es hier aus dem Wolkenungetüm heute doch nicht geregnet hat. Aber morgen soll es dann ...

Gleich als du fort warst, fing es an zu regnen.
- Ich wußte, daß ein Ende so beginnt.
Weil wir nie wieder denen begegnen,
die für uns ausersehen sind.

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mit den worten - immer - kommt gleich morgen früh. muss es halt immer live abtippen aus dem song

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Wie wär's mit einem solchen Herbst - Teil-Aspekt??

Herbstnacht

In blattrauner HerbstNacht
Fand dein MundRund - ich
Wärmend, bebend mir zugedacht.

Sanft:
Zogen deine FingerKnospen
Stumme Sinne rückenlang.

Armbeugen:
Wiegten den Kopf mir
Wohl zum Traume.

Begleitet:
Vom lustwebenden Duft deiner Haut
Sank ich
Still & gedankenfarben
Brustwärz.

Und -?! - :
Mundruhte endlich
Moos-Tau'n.
Herbstmenströs … auf apokrinem Laub.

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here comes that sinking feeling
auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame: hier kommt Alexandra, die Königin des Herbstdepressions-Schlagerchansons, Anno 1967.
Wer keine Aufnahmen von ihr hat, muß das schleunigst ändern.
Zugegeben, keine Weltlyrik, dafür aber schlicht und zutiefst empfunden. Zum reinsetzen für diese Tage, die jeder kennt.
Das Lied setzt ein mit spärlichen Klavier, bis es mit 2 Millionen Geigen mit dem etwas aufgezwungenen Schlußversen wirbelnd in den Herbsthorizont entschwindet.

Es ist November und der Regen
kriecht durch die Kleider auf die Haut
Ich geh alleine auf den Wegen
die mir von Sommer her vertraut.
Wem wohl die kalten Tage nützen?
Was gestern lebte, ist heut taub,
und in den schmutziggrauen Pfützen
ertrinkt der Bäume welkes Laub.

Was ist das Ziel
in diesem Spiel
das der Natur seit je gefiel?

An ein paar Zweigen hängen Blätter
die heute Nacht der Wind vergaß.
Den Pavillon versperren Bretter
wo manches Liebespärchen saß.
Sogar die Nester in den Bäumen
sind ohne Leben, ohne Sinn.
Und mir alleine bleibt das Träumen
weil ich ein Mensch mit Träumen bin.

Was ist das Ziel
in diesem Spiel
das der Natur seit je gefiel?

Ich bin auf einmal so alleine
wo ist das Glück, das hier begann?
Die kahlen Bäume und die Steine,
sie schaun mich durch den Regen an.
Ich suche oben in den Sternen
ein wenig Trost für mein Geschick,
doch der, der Trost sucht, sollte lernen,
er ist vergänglich wie das Glück.

Was ist das Ziel
in diesem Spiel
das der Natur seit je gefiel?

Doch aus Verzweiflung wächst das Hoffen,
das uns die Kraft zum Atmen schenkt.
Zwar bleiben viele Wünsche offen,
weil irgendwer das Schicksal lenkt.
Solange hier bei uns auf Erden
man einen Hauch von Leben spürt,
sorgt dieses Schicksal für das Werden
und gibt das Glück, wem Glück gebührt.

Das ist das Ziel
in diesem Spiel
das der Natur seit je gefiel
(Text: F. Weyrich, nach 'Les Ballons Rouges')

Das haste nun davon...

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Oh, eigens abgehört und aufgeschrieben, vielen Dank. Bei diesem Lied lassen die Trauerweiden gleich die Zweige noch ein bisschen tiefer hängen. ;-)

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Na aber, bin heute morgen wohl 20x zwischen Plattenspieler und Sofa hin- und hergerannt, zum tippen.

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Noch mehr November. Diesmal von Thomas Hood und aus dem Jahre 1844.

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