Mittwoch, 3. Februar 2010
Angeblich die Lieblingsbücher der Deutschen*
Als ich bei Frau Blütenstaub diese Liste entdeckte, stellte ich fest, dass ich im Laufe meines Lebens auch schon ganz schön viel Mist gelesen habe. Auch hier: Fett die Bücher, die ich gelesen habe.

1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien

2. Die Bibel (längst nicht alles, am Stück liest sie sich auch nicht so gut)

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett

4. Das Parfum, Patrick Süskind

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry

6. Buddenbrooks, Thomas Mann (liegt noch hier auf dem großen Stapel der zu lesenden Bücher - Entschuldigung, Madame Modeste! [Sie hat es mir geschenkt.])

7. Der Medicus, Noah Gordon

8. Der Alchimist, Paulo Coelho (englische Version, von einem alten Freund vor zwei Jahren geschenkt bekommen - und nicht gemocht)

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling

10. Die Päpstin, Donna W. Cross

11. Tintenherz, Cornelia Funke

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe (nicht im Deutsch-Leistungskurs wie alle anderen, sondern freiwillig)

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen (auf Deutsch und Englisch)

18. Der Name der Rose, Umberto Eco (bekam ich sogar zweimal zum selben Weihnachtsfest geschenkt)

19. Illuminati, Dan Brown (glaube ich zumindest, dass es das war)

20. Effi Briest, Theodor Fontane (nicht im Deutschunterricht)

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling

22. Der Zauberberg, Thomas Mann (angefangen)

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell (ich habe übrigens nie nachvollziehen können, was Scarlett O'Hara an Ashley Wilkes so toll fand)

24. Siddharta, Hermann Hesse

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende (bekam ich das ebenfalls von jenem Patenonkel geschenkt [s. Nr. 53] oder gehörte es meiner kleinen Schwester?)

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt (habe ich das eigentlich auf Deutsch oder auf Englisch gelesen?)

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley (als ich stundenlang auf die Fähre von Spanien nach Marokko wartete)

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz

32. Die Glut, Sándor Márai (mochte ich und kaufte daraufhin auch noch einige seiner anderen Bücher)

33. Homo faber, Max Frisch (im Deutschunterricht - was für ein triviales Buch!)

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny (mit ganz frischem Liebeskummer, 10 Tage vor meiner ersten Magisterprüfung - sehr beruhigend. Also, das Buch jetzt)

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera (ein zweites Mal, nachdem ich den Film gesehen hatte, konnte mich auch danach nicht entscheiden, wo ich die weibliche Hauptfigur schlimmer fand, im Buch oder im Film - die männliche Hauptfigur hatte im Film wenigstens eine interessante Nase)

36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez

37. Owen Meany, John Irving

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams

40. Die Wand, Marlen Haushofer (liegt noch hier auf dem Stapel ... Sie wissen schon)

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez

43. Der Stechlin, Theodor Fontane

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse

45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee (mehrfach)

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann

47. Der Laden, Erwin Strittmatter (das wollte ich immer mal lesen)

48. Die Blechtrommel, Günter Grass

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque (zweimal)

50. Der Schwarm, Frank Schätzing

51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling

53. Momo, Michael Ende (bekam ich als Kind von meinem Patenonkel geschenkt)

54. Jahrestage, Uwe Johnson

55. Traumfänger, Marlo Morgan

56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger (auf Englisch, bekam es später auch noch auf Deutsch geschenkt)

57. Sakrileg, Dan Brown (ein Dan Brown reicht fürs Leben, echt)

58. Krabat, Otfried Preußler (mehrfach und immer wieder gerne)

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren

60. Wüstenblume, Waris Dirie

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson (glaube ich zumindest)

63. Mittsommermord, Henning Mankell (der Nachname wird übrigens auf der ersten Silbe betont)

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell (sagte ich schon, dass ich Mankells Bücher nicht mag?)

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving

66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse (angefangen - Sie ahnen wahrscheinlich inzwischen schon, dass ich als Teenager mal sehr in einen Hesse-Fan verliebt war)

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher (never ever!)

69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling

70. Tagebuch, Anne Frank

71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult (hat mir jene einstige Freundin damals geliehen und total davon geschwärmt, aber ich fand es ziemlich blöd, ich mochte die Hauptfigur auch überhaupt nicht)

72. Jauche und Levkojen, Christine Brückner

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt

76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt

79. Winnetou, Karl May

80. Désirée, Annemarie Selinko (auch noch nie gehört ...)

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving (meine kleine Schwester reichte ihre Irvings an mich weiter)

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë (könnte ich eigentlich wieder einmal lesen)

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern (auch so ein Buch, wo ich mich im Buchladen immer frage, wer sowas eigentlich kauft und dann auch noch liest)

85. 1984, George Orwell (im Deutschunterricht, bald darauf las ich das englische Original und fast alles andere von ihm auch)

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy (never ever)

87. Paula, Isabel Allende

88. Solange du da bist, Marc Levy

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel (muss in Zeiten der Fahrbücherei gewesen sein)

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho (angefangen und dann sehr bald quergelesen ... sagte ich schon, dass ich Coelho nicht mag? Das war mein erster - und vorletzter - Coelho.)

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell (mein erster Mankell - reichte mir dann aber auch)

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow (erst im dritten Anlauf den Einstieg gefunden und dann nicht mehr aus der Hand gelegt, bis es zu Ende war. 1990 war ich mal in dem Haus, in dem er einst lebte, der Hausflur war über und über mit Zitaten aus dem Buch beschriftet)

93. Schachnovelle, Stefan Zweig (meine ältere Schwester besaß alle seine Bücher, ich las die dann auch)

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski

95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski (noch nicht, will ich aber noch lesen)

97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas (liegt auch noch hier auf dem großen Stapel .... gehört eigentlich der besten Freundin)

98. Die Puppenspieler, Tanja Kinkel (als ich 1998 Lungenentzündung hatte, die kleine Stadtteilbibliothek gegenüber meiner Wohnung hatte nicht so viel Auswahl. "Wahnsinn, der das Herz zerfrißt" über Lord Bryon mochte ich lieber)

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

(* Wenigstens steht da kein Buch von Martin Walser darauf. Zur Herkunft dieser Liste siehe Kaltmamsell.)

--------------------------------------------------------------------------------------


Und jetzt raten Sie einmal, wie viele davon tatsächlich bei mir im Bücherregal stehen.

... comment

 
Ach, das gibt doch ein ganz sympathisches Bild von Ihnen her. Die schlimmsten Peinlichkeiten in Richtung Fantasy und "Frauenliteratur" haben Sie sich ja größtenteils erspart. ;)

(Müssten die nicht fast alle bei Ihnen im Regal stehen, wenn Sie die gelesen haben? Oder sind Sie eine Ausleiherin? Oder eine Verschenkerin?)

... link  

 
Ich habe schon immer viel ausgeliehen, als Kinder nutzten meine Schwestern und ich rege die Fahrbücherei. War immer ein Problem, wenn dort nur die Vertretung da war, die wollte uns dann nämlich nur maximal drei Bücher mitnehmen lassen statt die für uns üblichen 20. Heute stehe ich immer noch im regen Leihaustausch mit der besten Freundin, wobei sie die meisten ihrer Bücher in der Regel aus Platzmangel nicht wieder zurück möchte, sondern mich bittet, sie wegzutauschen. Die dafür in der Tauschbörse ergatterte Beute lesen wir dann wieder beide.

Einige der genannten Bücher habe ich auch besessen und später ebenfalls weggetauscht oder einem Krankenhaus gespendet.

Meine jüngere Schwester und ich leihen uns auch gegenseitig Bücher aus - meine ältere Schwester wohnt dafür zu weit weg, allenfalls, wenn sie bei meiner Mutter mal zu Besuch ist, leihen wir uns mal was aus. Mitunter borge ich mir auch Bücher von meinen Eltern.

... link  

 
Ah, okay. Wenn ich da an meinen hoffentlich demnächst anstehenden Umzug denke, wünschte ich, ich würde das ähnlich handhaben.

Aber mit dem Tauschen habe ich so meine Probleme, weil ich mir dann größte Sorgen mache, dass meine Bücher dort nicht so sorgsam gelesen werden wie bei mir. Und selbst Ausleihen - dann muss ich die ja zurückbringen. Fällt mir schwer. Außer innerhalb der Familie, dann kann ich auch mal eines oder zwei unbemerkt in meinem eigenen Bestand verschwinden lassen. ;)

... link  

 
Bei Büchern, die ich wegtausche, mache ich mir keine Gedanken, wie die von ihren künftigen Besitzern behandelt werden. Sie gehören dann ja denen. Und die beste Freundin wie auch meine Schwester behandeln Bücher gut. Zur Leihbibliothek schaffe ich es heutzutage allerdings nur noch sehr selten, habe aber noch einen Ausweis (und einen für die Uni-Bibliothek, aber den müsste ich wohl erst wieder aktivieren lassen). Für die städtische Bibliothek besitze ich schon seit vielen Jahren keinen Ausweis mehr, es lohnte sich für mich nicht mehr, als der kostenpflichtig wurde.

... link  


... comment
 
Oh weh, das sähe düster bei mir aus.

... link  

 
Auf dieser Liste steht auch etlicher Mist, da haben Sie echt nichts verpasst.

... link  

 
Das macht Ihre Quote
nicht minder beeindruckend, Frau Arboretum. Ich komme mt Mühe über 40 von 100.

Ich mache um Bücher, die grad in aller Munde sind, aber auch meistens einen Bogen.

... link  

 
Nach Bestseller-Listen richte ich mich auch nicht. Wenn ich mir selbst Bücher kaufe, lese ich im Laden immer die erste Seite. Was auf Bestseller-Listen steht, kann da meistens nicht überzeugen.

Ansonsten lese ich halt vor allem das, was in den Büchertüten der besten Freundin steckt (darunter sind viele Krimis - wenn die Auswahl besonders blutrünstig ist, dann ist das immer der Indikator dafür, dass es in der Knochenmühle gerade wieder besonders ätzend ist). Die Bücher tausche ich danach dann immer weg und hoffe, dass ich mal wieder etwas von meinen Suchaufträgen ergattere. In jüngster Zeit hatte ich ein paar Mal Glück, so habe ich zum Beispiel endlich Nürnberger Lernprozesse, Das Schlangenei (war das nicht eine Empfehlung von Don?), Istanbul von Orhan Pamuk und Meine Reisen mit Herodot abgegriffen, darauf habe ich ziemlich lange gewartet (Kapuscinski und Pamuk habe ich noch nicht gelesen, von den Reportagen nur einzelne, immer vorm Einschlafen, aber in jüngster Zeit gehe ich zu spät ins Bett und muss immer sofort das Licht ausmachen).

... link  


... comment
 
Achja, diese Listen...

In der 11. Klasse hatten wir die Wahl zwischen zwei Englisch-LKs. Wer die Lehrer kannte wußte, dass es eine Wahl zwischen "Film und Photo" und trockenem Brot war.

Notentechnisch waren wir, also die mit dem trockenen Brot, hinterher kaum meßbar besser als die anderen. Hatten aber pro Woche ein Buch in englisch gelesen. Faulkner, Sinclair, Steinbeck, Updike, Chaucer, Collins, Austen, Burns usw. usw... Wie schön, dass man sich an sowas gewöhnt...

Legendär: "Gehen wir ins Kino"? "Ich hab keine Zeit, ich muss Lady Chatterley lesen"...

... link  

 
Trösten Sie sich, bei mir war es genauso, sowohl was den Deutsch-Leistungskurs anging als auch den Englisch-Leistungskurs. In Deutsch landete ich bei der Gestörten, in Englisch bei der Alkoholikerin. Erstgenannte erzählte dauernd von ihrer Tochter (von der sie ohne deren Wissen in einem anderen Kurs mal deren Tagebuch vorgelesen hat), die zweite war puritanisch und homophob - und ließ uns Cat on a hot tin roof lesen und gab uns den Aspekt der Homosexualität als Klausurthema. Wer sich ähnlich homophob äußerte, bekam mehr Punkte, da hatte ich mit einer anderen Haltung halt gelitten. Lady Chatterley hätten wir ihr vielleicht auch mal vorschlagen sollen - aber sie machte - wie üblich - wieder das letzte halbe Jahr vor dem Abitur schlapp.

... link  


... comment
 
... das halbe Jahr Shakespeare hab ich gar nicht erwähnt...

... link  

 
Ich wünschte, wir hätten in unserem Englisch-Kurs auch nur halb so viel gelesen wie Sie in Ihrem. Ich kann mich eigentlich nur noch daran erinnern, dass wir auch noch Patricia Highsmiths The Talented Mr. Ripley und Scott F. Fitzgeralds The Great Gatsby gelesen haben.

... link  


... comment
 
26
davon habe ich gelesen, und ich bin ganz froh, daßes nicht mehr sind...

... link  

 
Haben Sie etwa alle Harry Potter, Mankells, Coelhos, Browns und die Pilcher gelesen? ;-)

... link  


... comment
 
Wenn ich mich recht erinnere, hab ich die Bibel ganz gelesen, von vorne bis hinten. In der dritten Klasse begonnen, die Doppelstunde Religion am Nachmittag war so tödlich langweilig, lesen die einzige Rettung

Außer gegen die Langeweile hat es nichts geholfen.

... link  


... comment
 
Was mich bei all diesen Lieblingslisten -- ganz gleich, ob sie von Verlagen und Zeitschriften oder in Nutzerprofilen aller Arten veröffentlicht werden -- immer verblüfft und irritiert ist die hohe Zahl neuer und allerneuster Erscheinungen, die dort Eingang finden. Wie kann ich in eine solche Liste ein Buch einreihen, das ich erst gestern fertig gelesen habe, vor allem, wenn es sich um eine geschlossene Liste handelt? Man kann doch nicht die "Frau des Zeitreisenden" mit den "Buddenbrooks" vergleichen; und das nicht hinsichtlich der Qualität, sondern weil die "Frau des Zeitreisenden" ja gar keine Gelegenheit gehabt haben kann, sich über die Jahre als Lebenskonstante zu bewähren und sich als persönlich wirklich wichtiges Buch zu erweisen.

... link  

 
Ich verstehe Ihr Problem damit,
sehe aber nicht so recht, wie man dem Umstand methodisch angemessen Rechnung tragen sollte, ohne die Befragungsergebnisse allzu sehr zu manipulieren. Ein Punktesystem mit Maluswertung für Neuerscheinungen? Ich bitte Sie, jeder Mensch mit ein bisschen Sachverstand wird solche Listen als das lesen, was sie sind, Momentaufnahmen ohne Anspruch auf ewige Gültigkeit.

... link  

 
Was Musik betrifft, macht der SWR alle paar Jahre eine Top-2000 Liste. Über eine ganze Woche 24/24, was wohl auch für die Redaktion eine nette Herausforderung ist.

Das führt neben dem was man erwartet dazu, dass 1990 ein Herr Reim unter den ersten 20 auftaucht, in den späteren 90ern dann die Ärzte usw. Pink Floyd, Stones, Beatles, Dire Straits sind trotzdem immer unter den ersten Hundert, nur halt nix Schräges.

... link  

 
Ewige Gültigkeit nicht, schon deswegen nicht, weil es ja um subjektive Lieblinge geht, nicht um "beste Bücher" oder auch nur um "Bücher, die die Deutschen für die besten halten" (Denn man kann durchaus ein Buch für sehr gut halten, es aber dennoch nicht mögen.).
Nein, meine Kritik richtet sich ja nicht gegen die Herausgeber solcher Listen sondern gegen die Oberflächlichkeit der Leser, die meinen, jeder Schinken, der ihnen mal spannungshalber den Schlaf geraubt hat, gleich als Lieblingsbuch zu adeln. Das erinnert mich ein bißchen an die Leichtfertigkeit, mit der bei jeder normalen Schneeschmelze gleich ein Jahrhunderthochwasser ausgerufen wird. Liebe Leute! Habt ein wenig Geduld und wartet erst einmal ab, ob das Wasser wirklich so hoch war. Mit "Lieblingsbuch" ist nicht irgendein Buch, das gerade gefallen hat, gemeint. Mit dem Lieblingsbuch verbindet mich etwas, es hat oder hatte mir etwas Bedeutsames zu sagen. Es hat mich lange oder immer wieder beschäftigt. Ich habe darüber nachgedacht. Es hat mich zu trösten vermocht. Undsoweiter. Und insofern denke ich dann doch, daß man als Leser bei solchen Befragungen nur "ewig" Gültiges angeben sollte. Gültig natürlich nur für einen selbst, aber darum geht es ja: Herauszufinden, ob es landesweit einen gemeinsamen Querschnitt gibt. Leute, die da den gestrigen Bestseller nennen, haben entweder das Prinzip oder die Bedeutung des Wortbestandteils "Lieblings-" nicht verstanden. Das ZDF oder wer kann natürlich nichts dafür.

... link  

 
Doch, ich glaube, das ZDF kann da schon etwas dafür. Schon allein, weil es die Show Unsere Besten nannte und dann auch noch von Johannes B. Kerner moderieren ließ. Wer stimmt denn bitteschön bei etwas ab, wo Kerner moderiert?

Die ganze Chose war übrigens ein Abklatsch der BBC-Sendung The Big Read. Sieht so aus, als hätten 750.000 Briten zum Teil ähnliche Vorlieben, auf der Liste der Top 100 steht jedenfalls Tolkiens Lord of the Rings ebenfalls auf Platz 1. Und auch einige andere der auf der deutschen Liste vertretenen Werke finden sich dort, wie etwa diverse Harry Potter-Bände, Follets Säulen und die Pilcher sowie Jane Austen, Harper Lee, Salinger, Tolstoj, Dostojewskij. Interessanter ist aber, was sich dort noch findet, was auf der ZDF-Liste fehlt - da sind einige gute Titel darunter.

... link  


... comment
 
Die Frage stellte ich eben schon bei Frau Novemberregen: Kann es sein, dass niemand die Nummer 100 gelesen hat? Habe ich jedenfalls bislang noch auf keiner Liste gesehen. Vermutlich haben wir da aber auch nichts verpasst.

Lesen Sie lieber Marai, der steht auch auf kaum einer Liste, lohnt sich aber.

... link  

 
Den Titel nicht, dafür stehen bei mir fünf andere Barbara Woods im Regal. Aber zweite Reihe und unten. Verpasst haben Sie da nichts, denke ich.

... link  


... comment
 
ad 80.
War das nicht die große Liebe von Napoleon?
Wenn ja, dann steht das Buch bei uns : )

Die restliche Liste finde ich - wie sagt man das richtig - ambivalent.
Das ist ja irgendwie von allen Richtungen was drin fehlten nur noch die Teletubbies.
Muß mal in Ruhe durchsehen, was ich davon alles gelesen hab oder/und noch lesen könnt.

... link  


... comment


To prevent spam abuse referrers and backlinks are displayed using client-side JavaScript code. Thus, you should enable the option to execute JavaScript code in your browser. Otherwise you will only see this information.