Mittwoch, 19. September 2007
Non vitae, sed scholae discimus
Eigenartig wie einen das Hirn des Nachts nach so langer Zeit ab und an nochmals in die Schule verschleppt und einen zur Latein- oder Chemieklausur schickt. Stets trifft es einen völlig unvorbereitet, alle anderen scheinen vorab Bescheid gewusst zu haben, nur man selbst nicht. Selbstredend stellen sich sofort dieselben Beklemmungen wie früher ein. Es sind auch nie die Fächer, in denen man gut war, jedenfalls bei mir ist das so. Mir fällt dann auch nie ein, dass ich Abitur und Studium schon lange hinter mir habe und deshalb gar nicht mitmachen muss, sondern mein Hirn weckt mich immer gerade noch rechtzeitig, bevor es wirklich losgeht.
Obwohl ich übrigens den Lateinunterricht sogar noch ein halbes Jahr länger durchgehalten habe als für das Große Latinum nötig war, habe ich alles verdrängt. Ich kann heute nicht einmal mehr Grabinschriften übersetzen.
Obwohl ich übrigens den Lateinunterricht sogar noch ein halbes Jahr länger durchgehalten habe als für das Große Latinum nötig war, habe ich alles verdrängt. Ich kann heute nicht einmal mehr Grabinschriften übersetzen.
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Dienstag, 18. September 2007
Fragen der Menschheit (IV)
Habe ich etwas verpasst oder hat der Innenminister heute noch gar nicht vor den Terroristen gewarnt und irgendwelche seltsamen Gesetze gefordert?
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Montag, 17. September 2007
Mühlenwanderung mit meinem Vater
Lass uns doch heute durch das Tal mit den Mühlen wandern, sage ich zu meinem Vater am Telefon. Eigentlich muss er arbeiten, aber weil die Sonne so schön scheint, fällt es mir nicht allzu schwer, ihn davon abzubringen. Um die Mittagszeit treffen wir uns an der ältesten Kirche des Einrichs* und laufen los.
Über zehn Jahre ist es her, als wir den Wanderpfad zusammen gingen. Damals verlief er noch zwischen den Mühlen hindurch, doch schon an der ersten Mühle, der Ölmühle, geht es nicht mehr weiter. Der Weg ist nun privat und versperrt, wie uns der neue Besitzer erklärt. Wir drehen um und gehen durch den Wald an einem kleinen jüdischen Friedhof vorbei und kommen zur Neumühle.

Früher lebte dort ein Waldschrat. Vor seinen rabiaten Gänsen musste man sich in Acht nehmen. Seinen Ziegenbock hatte er zum Glück immer angekettet, der hätte einen nur zu gern auf die Hörner genommen. Die Mühle selbst war nur noch eine Ruine, das Dach eingefallen. Den nächsten Bewohner muss es eine Heidenarbeit gekostet haben, sie wieder so herzurichten.

weiter durch das Hasenbachtal geht es in den Kommentaren
*Sie steht in Niedertiefenbach, wurde 1248 geweiht und ist eine evangelische Kirche.
Über zehn Jahre ist es her, als wir den Wanderpfad zusammen gingen. Damals verlief er noch zwischen den Mühlen hindurch, doch schon an der ersten Mühle, der Ölmühle, geht es nicht mehr weiter. Der Weg ist nun privat und versperrt, wie uns der neue Besitzer erklärt. Wir drehen um und gehen durch den Wald an einem kleinen jüdischen Friedhof vorbei und kommen zur Neumühle.

Früher lebte dort ein Waldschrat. Vor seinen rabiaten Gänsen musste man sich in Acht nehmen. Seinen Ziegenbock hatte er zum Glück immer angekettet, der hätte einen nur zu gern auf die Hörner genommen. Die Mühle selbst war nur noch eine Ruine, das Dach eingefallen. Den nächsten Bewohner muss es eine Heidenarbeit gekostet haben, sie wieder so herzurichten.

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*Sie steht in Niedertiefenbach, wurde 1248 geweiht und ist eine evangelische Kirche.
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Samstag, 1. September 2007
September Song
Oh, it's a long, long while from May to December
But the days grow short when you reach September
When the autumn weather turns the leaves to flame
One hasn't got time for the waiting game
- Kurt Weill/Maxwell Anderson: September Song -
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Dienstag, 28. August 2007
Der kleine Luxus (VI)

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Sonntag, 26. August 2007
Leopardenschnecke
Zählen Schnecken eigentlich inzwischen zu den fashion victims?
Heute Morgen traf ich an den Wiesen nahe des Flusses auf eine eigenartige Nacktschnecke. Sie war etwa 15 Zentimeter lang, hellbraun und hatte auf dem Rücken ein Leopardenmuster. Zuerst hielt ich sie für eine kleine Schlange, weil sie so lang und dünn war. Erst als ich ein paar Grasbüschel am Wegesrand lupfte, sah ich ihre Fühler. Kennt die jemand? Ich habe so eine Schnecke noch nie zuvor gesehen.
Heute Morgen traf ich an den Wiesen nahe des Flusses auf eine eigenartige Nacktschnecke. Sie war etwa 15 Zentimeter lang, hellbraun und hatte auf dem Rücken ein Leopardenmuster. Zuerst hielt ich sie für eine kleine Schlange, weil sie so lang und dünn war. Erst als ich ein paar Grasbüschel am Wegesrand lupfte, sah ich ihre Fühler. Kennt die jemand? Ich habe so eine Schnecke noch nie zuvor gesehen.
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