Mittwoch, 1. Juli 2015
Drei Männer im Fahrstuhl
Als ich im Parkhaus in den Fahrstuhl steige, stehen schon drei Männer Anfang 20 drin. Sie reden über Fußball, in der Nacht zuvor hatte das deutsche Frauenteam das Halbfinale erreicht.
Gegen wen spielen sie als nächstes, will einer wissen.
Gegen die USA, antwortet der zweite.
Was ist eigentlich mit Russland? Haben die kein Team?
Doch, antwortet der dritte. Aber die sind zu schlecht.
Schade, findet der erste. Ich will die auch mal spielen sehen.

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Ist ein Fahrstuhl im Parkhaus nicht die Definition von Luxus?

(Zu Fußball fällt mir ja nie was ein.)

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Es ist ein größeres Parkhaus. In dem auch Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen, ältere oder leicht lädierte Leute (wie ich immer noch) parken.

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Oha, da haben Sie recht. Zum Glück lässt man mich keine Parkhäuser bauen.

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Mich zum Glück auch nicht, sonst würde ich nur welche bauen, in die aus Prinzip keine blöden SUVs reinpassen. Die sind nämlich in der Stadt so überflüssig wie ein Kropf.

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Ach, ich versuche da ja immer, gelassen zu bleiben und den Leuten ihre Wünsche und ihre Freiheit zu lassen. Auch wenn ich mir den Hinweis nicht immer verkneifen kann, daß sie sich ihre bessere Übersicht mit der reziprok schlechteren Übersicht für kleinere Fahrzeuge erkaufen.

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Was ist an dieser Begebenheit bemerkenswert? Daß sich junge Männer für Frauenfussball interessieren? Oder daß sie die Frauen "mal spielen sehen" wollen? (Ernst gemeinte Frage.)

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Ist noch nicht so lange her, da wurde Frauenfußball bestenfalls belächelt. Und das fiel mir wieder ein, als ich die Unterhaltung der drei Männer hörte.

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OK. Manche Sachen müssen sich vielleicht einfach auswachsen :)

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Im Deutschlandradio hörte ich, dass siebeneinhalb Millionen Zuschauer jenes Spiel am vergangenen Freitag anschauten, obwohl auch die U21-Männer spielten. Das Interesse für die Frauenbundesliga sei aber nach wie vor gering, da dümpeln die Zuschauerquoten noch vor sich hin.
(Ich habe übrigens keins der Spiele gesehen.)

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Frauenfußball hat Fortschritte gemacht, erhebliche. Was die sechs, acht, zehn besten Teams international spielen, sieht sehr ansehnlich wie Fußball aus. Würde jemand den sinnlosen Wunsch hegen, spielanalytisch tiefschürfend, den besten Frauen- dem besten Männerfußball gegenüberzustellen, dürften sich nur tollkühne, hochrangige Philosophen beteiligen (Mehmet Scholl, Peter Sloterdijk, der Papst), die ein dickes Fell mitbringen.
Wir sind nicht zuständig.

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achnaja, da gab es frühzeitig schon so ausreißer, aber bis das wirklich mal ein massenphänomen wird... andererseits: kann man das wollen? die männerversion ist in der form schon so anstrengend.

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Sehr schöne Geschichte aus dem Imbiss.

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ich bin auch froh, dass ich sie nachträglich aufgeschrieben habe, jetzt bekäme ich sie wohl nicht mehr zusammen;-)

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