Sonntag, 23. Februar 2014
Kein Täter werden
Wo gerade alle über Kinderpornografie, Bilderverbote und höhere Strafen reden, sollten wir vielleicht auch einmal über die Präventionsstelle an der Berliner Charité und ihre sieben Außenstandorte sprechen. Dieses Netzwerk Kein Täter werden arbeitet seit neun Jahren zur „Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch im Dunkelfeld“ und bietet anonyme und kostenfreie Beratungen an. Vielleicht haben Sie schon einmal eins der Plakate gesehen, es steht "Lieben Sie Kinder mehr, als Ihnen lieb ist?" darauf. Bisher haben sich 3.300 Betroffene gemeldet, von einigen sind auf der Website des Netzwerks auch Innenansichten zu lesen.

Einem Bericht des Tagesspiegels vom vergangenen Dienstag zufolge, fördert das Bundesjustizministerium bislang diese Präventionsarbeit mit jährlich 370.000 Euro. Mit diesem Geld werden acht Mitarbeiterstellen finanziert. Die Förderung läuft 2016 aus - und das ist meiner Meinung nach auch ein Skandal.

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Donnerstag, 7. November 2013
Transatlantisches Freibeuterabkommen
Ich gebe zu, ich habe das geplante transatlantische Freihandelsabkommen bisher auch nur am Rande mitbekommen, weil zwischendurch einmal die Forderung laut wurde, die Verhandlungen darüber zu unterbrechen. Worum es beim transatlantischen Freihandelsabkommen tatsächlich geht, schreibt Harald Schumann: Der große Freihandelsbluff im Tagesspiegel vom 7. November 2013:

Große Gewinne verheißt etwa die Privatisierung bisher staatlicher Dienstleistungen. Das wollen zwar die Bürger meistens nicht. Aber wenn es erst mal völkerrechtlich bindend vereinbart wäre, käme es auf den Bürgerwillen nicht mehr so an. Dem gleichen Zweck dient auch die vorgesehene Einrichtung eines „Streitschlichtungsverfahrens“ für internationale Unternehmen. Diese müssten sich dann nicht mehr regulären öffentlichen Gerichten stellen. Stattdessen soll es Investoren aus dem jeweiligen Ausland erlaubt sein, geheim tagende, mit privaten Anwälten besetzte Schiedsgerichte anzurufen, wenn sie ihre Gewinne durch neue Gesetze gefährdet sehen – eine perfekte Methode, um Umweltauflagen oder Sozialvorschriften durch Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe auszuhebeln.

Das klingt alles eher nach einem transatlantischem Freibeuterabkommen. Siehe dazu auch diesen Artikel von heise online vom 11. Oktober und jenen Monitor-Bericht über Investitionsschutzabkommen, der am 6. Juni ausgestrahlt wurde.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit, die beiden Artikel zu lesen und den Bericht anzuschauen. Es dauert nicht lange, betrifft uns aber alle.

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Mittwoch, 3. Juli 2013
Kunden aus der Hölle
RRRRRAAAAARRRR!!!

Entschuldigung, das musste noch raus, ich kann sonst heute Nacht nicht schlafen. Trotz Yoga vorhin.

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Dienstag, 30. April 2013
Nase voll
In jüngster Zeit habe ich meist das Pech, im Kino oder Theater jemanden vor der Nase zu haben, der Poly-Plastik-Klamotten trägt, aber kein Deo benutzt. Was den Abend für mich völlig unabhängig von der Darbietung zu einem atemberaubenden Erlebnis macht. Wenn ich die Weltherrschaft übernehme, werden solche Klamotten sofort verboten. Oder nur noch unter Deo-Zwang erlaubt. Jawohl.

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Mittwoch, 19. September 2012
Bringt mir doch bitte einen Kaffee ans Bett


Schon vor Wochen hatte ich mir eine Karte für das Konzert gekauft und mich darauf gefreut ... und es dann gestern Abend glatt vergessen! Stattdessen lag ich um acht Uhr im Bett, weil ich so erledigt war. Heute Vormittag bemerkte ich, was ich gestern Abend verpasst habe. Falls sich also jemand gefragt haben sollte, wer da seinen Kopf so laut auf die Tischkante knallte - ich war's.

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Samstag, 21. Juli 2012
Hamsterrad
In den vergangenen Wochen kam ich mir vor, wie ein Hamster im Rad - mit dem Unterschied, dass der Spaß daran hat und bei mir der Spaß eindeutig zu kurz kam. Mir reicht es jetzt, ich gehe lieber Hühnergötter suchen.

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Freitag, 16. März 2012
Irre und Idioten

Der Fliederduft setzt unter Drogen
Und jede Logik ist verboten.
Das ist die Zeit der Irren und Idioten.

- Wenzel: Die Zeit der Irren und Idioten -

Als hätte ich mir heute nicht schon genug unsinnige Verschwörungstheorien im Chat anhören müssen, machte ich auch noch den Fehler, einen alten englischen Freund anzurufen, um ihm zum Geburtstag zu gratulieren. Unser vorheriges Telefonat hätte mir eigentlich schon eine Warnung sein müssen, denn damals hielt er mir einen endlosen Vortrag über die Verschwörung hinter 9/11. Diesmal war es die New World Order, hinter der angeblich die R*thschilds stecken.

Nun muss man wissen, dass jener Freund schwul ist und sich eigentlich als eher links bezeichnet - zweifellos sieht er aber zuviel Satelliten-TV und geht zu wenig vor die Tür (einen Internetanschluss besitzt er nicht). Alles in allem war es ein sehr unerfreuliches Gespräch, zumindest in meinen Augen.

Falls ich ihm also nächstes Jahr überhaupt nochmals zum Geburtstag gratuliere, werde ich ihm wohl besser schreiben. Und was das eingangs erwähnte andere Gespräch angeht, so ist da meine Geduld auch erschöpft.

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Donnerstag, 26. Januar 2012
Et tu?
Mich erst zu Unrecht der Lüge bezichtigen und dann auch noch Halbwahrheiten über mich verbreiten. Na, vielen Dank auch.

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Montag, 2. Januar 2012
Thunder and Lightning
Manchmal würde ich am liebsten wie ein Blitz dazwischen fahren, gewissen Leuten einmal ordentlich eine donnern und ihn sofort da rausholen.

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Freitag, 11. November 2011
Die Maske des Roten Todes
Der Saal ist schwarz, die Fenster scharlachrot. Prinz Prospero feiert sich pompös und wähnt sich sicher. Er merkt nicht, dass der Rote Tod schon hinter ihm steht.

Es hat längst Mitternacht geschlagen.

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