Montag, 8. Juni 2015
Kleine Peinlichkeit am Rande
Zwei meiner Verehrer tragen denselben Vornamen. Einer der beiden sandte mir zum Geburtstag Blumen. Prompt habe ich mich zuerst beim Falschen bedankt.

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oh... pikant.
Wie hat er denn reagiert, der vermeintliche Rosenkavalier?

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Leicht amüsiert. Er meinte, er hätte mir zwar auch gern Blumen geschickt, wolle sich aber nicht mit fremden Federn schmücken. Und dass es wohl noch jemanden gebe, der denselben Vornamen habe.

Die Verwechslung passierte, weil er mir vor vielen Jahren einmal einen Strauß Blumen geschickt hatte, allerdings mit einer handgeschriebenen Karte. Die hier war vom Blumenservice gedruckt, deshalb konnte ich es nicht zuordnen.

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Hat er denn den Geburtstag überhaupt vor der Danksagung gewürdigt? Ich werde möglicherweise etwas indiskret -- Entschuldigung! Unter Verehrer verstehe ich immer männliche Personen, die wiederholt (starke) Sympathie durchblicken lassen, ohne dass bereits eine handfeste Annäherung stattgefunden hat. Also mehr so Bekannte, die auch keine ausgewiesenen Freunde sind. Solche Exemplare müssen aber auch nicht unbedingt wissen, wann man genau geboren ist. Wie auch immer - lieber zwei Verehrer mit demselben Vornamen, als gar keinen.

Als ich noch etwas jünger war und viel Zeit gehabt haben muss, habe ich mal die Buchstabenhäufigkeit in den Nachnamen von verflossenen Liebhabern statistisch ausgewertet. Da kamen ganz bestimmte extrem häufig (ich glaube H, A, M, E und R) vor. Heute würde mir leider die Forschungsgrundlage für solche Auswertungen fehlen, also das Datenmaterial.

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Verehrer trifft zu. Beide wissen, wann ich Geburtstag habe. Wie gesagt, der, bei dem ich mich fälschlicherweise bedankte, hatte mir vor vielen Jahren schon einmal einen schönen Strauß geschickt. In der Regel ruft er mich am Geburtstag an, wenn das nicht geht, weil beispielsweise Wochenende ist, schickt er mir eine Nachricht und ruft mich später an. Diesmal schrieb er, er würde mich gerne mal wiedersehen und am Telefon fragte er auch, wann ich ihn besuchen komme. Unter der Woche wohnt er aus beruflichen Gründen woanders.

Der andere, von dem die Blumen dieses Jahr waren, ruft mich jedes Mal an, nur einmal hat er es vergessen, da war er krank. Ihn hatte ich ein paar Tage zuvor gesehen, beim Abschied war er aber ein bisschen merkwürdig, so dass ich mich im Nachhinein wunderte. Und erst recht wunderte, dass er sich an meinem Geburtstag nicht meldete. Nicht ahnend, dass sein Geburtstagsgruß mitsamt Blumen beim Nachbarn standen. Der kümmerte sich rührend um sie. Der Strauß hat auch lange gehalten, die letzten Blüten stehen hier noch in der Vase.

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"Verehrer" - in meinen Ohren (und in diesem Kontext hier) klingt das nach "ist immer sehr bemüht, aber für mehr reicht es dann halt doch nicht".

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Ich mag sie beide, weiß aber, dass es aus unterschiedlichen Gründen nicht passt.

Zum besseren Verständnis des Kontexts habe ich unten Links gesetzt.

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Äh, ja, das habe ich (erst nach meinem Kommentar) noch nachgelesen. Mir aber schon vorher gedacht, dass es wohl so eindimensional nicht ist, wie ich es zunächst wahrnahm, als ich nur auf meinen eigenen Konnotationen zu dem Begriff rumkaute.

Müsste ich mal fragen, ob meine Frau mich in der Zeit nach unserem kleinen Büroflirt, als es ziemlich klar war, dass es wohl nichts wird mit uns, auch als "Verehrer" abgespeichert hatte.

Bei meiner vorigen Lebensgefährtin hatte ich dieses Label im Vorfeld sicherlich nicht. Denn obgleich ich für meine Verhältnisse schon ziemlich lange strategisch involviert war, hatte ich Sorge, wenn sie es zu früh mitbekommt, dass ich Absichten habe, ist es in alle Ewigkeit vermasselt. Und so war es dann für sie immer noch ein völliger Überraschungsangriff, als ich mich ihr offenbarte. Sie war tatsächlich der Meinung gewesen, ich hätte es auf eine Freundin/Komilitonin von ihr abgesehen gehabt. Das war wirklich lustig. ;-)

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Ich meinte es überhaupt nicht negativ, als ich von beiden als Verehrern sprach.

Von der Sorte "Verehrer", die Sie meinen, habe ich im etwas weiter gefassten Sinne auch noch einen. Die Geschichte dazu steht noch halbfertig offline.

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ach, ich finde ja das wort verehrer ganz wunderbar (und altmodisch, womit ich ihnen jedoch nicht zu nahe treten möchte).

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Ach, dass ich möglicherweise altmodisch bin, habe ich doch selbst schon einmal an anderer Stelle vor längerer Zeit geschrieben (siehe Link oben).

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lieber zwei Verehrer mit demselben Vornamen, als gar keinen.

Womit Sie, liebe Gaga, natürlich vollkommen recht haben.

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Hihi - nun ja, der wird nun eventuell doch noch mit Blumen nachkommen : )

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Ja, das habe ich mich auch kurz gefragt, ob ich nächtes Jahr dann zwei Sträuße bekomme.

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P.S. auch noch interessant wäre, wie es mit dem richtigen Rosenkavalier weitergeht und ob er von dem anderen Verehrer weiß! Ich meine, wenn wir hier schon ins Plaudern kommen, können wir das Thema ja auch etwas gründlicher aufarbeiten!

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Ich kenne beide schon seit Ewigkeiten. Beide habe ich kurz hintereinander kennengelernt, den einen im April, den anderen* Anfang Mai, es war noch im vorigen Jahrhundert und meinerseits harmlos. Soll heißen: Da war nix.
Und so geht es halt immer weiter.

* Das war er damals noch nicht, als ich ihn kennenlernte und er mir zwei Jahre später Blumen schickte, aber er war schon länger mit jener Frau zusammen.

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P.S. Und der Rosenkavalier weiß, dass ich noch jemanden kenne, der denselben Namen trägt. Rosarium benannte ihn seinerzeit im Scherz nach einem passenden ZZ Top-Song, familienintern trägt er eine Kurzform dieses Namens bis heute, sonst weiß ja niemand, von wem die Rede ist. Der andere bekommt seine Berufsbezeichnung an seinen Vornamen gehängt.

P.P.S. Der andere weiß es auch. Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir ein, dass ich es ihm mal erzählt habe.

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Das wird ja immer verstrickter! Lassen Sie uns noch mehr hören! (Ich jedenfalls liebe verwickelte Verehrer-Geschichten mit jahrelanger Vorgeschichte.)

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Dann sind Sie hier richtig. Verwickelte Geschichten gibt es hier ja einige.

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vielleicht ein 'n büschen peinlich - aber letztlich auch ein luxusproblem;-)

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Deshalb steht ja auch kleine Peinlichkeit am Rande darüber. ;-)

Hauptsache, der Schenkende bekam es nicht mit.

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