Freitag, 22. Februar 2013
Es lebe die Freiheit

In memoriam

Christoph Hermann Ananda Probst * 6. November 1919 † 22. Februar 1943
Hans Fritz Scholl * 22. September 1918 † 22. Februar 1943
Sophia Magdalena Scholl * 9. Mai 1921 † 22. Februar 1943

Jakob Schmid, Pedell an der Münchner Universität und SA-Mann seit 1933, bekam für die Denunziation eine Belohnung von 3.000 Reichsmark.

Als Mitglieder der Weißen Rose wurden später ebenfalls hingerichtet:

Alexander Schmorell * 16. September 1917 † 13. Juli 1943
Kurt Huber * 24. Oktober 1893 † 13. Juli 1943
Willi Graf * 2. Januar 1918 † 12. Oktober 1943

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Da kann man sich ausrechnen, was ein Menschenleben wert ist *Zynismus off*

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Jakob Schmid wurde drei Tage nach dem Kriegsende verhaftet und 1946 als Hauptschuldiger zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Rentenansprüche, die er zunächst auch verlor, bekam er nach der Entlassung 1951 wieder zuerkannt.

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Lange hat er davon eh nichts mehr gehabt - was die Sache nicht besser macht.

Halt einer der ganz ganz vielen, die es "ganz richtig" machen wollten. Er hätte ja auch einfach wegsehen können oder den Besen suchen.
Sagt sich halt auch einfach, wenn man nicht dabei war.

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Immerhin noch 13 Jahre, er starb 1964 im Alter von 78 Jahren. Und er scheint ein Überzeugungstäter gewesen zu sein:

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Ein Bericht über die Propagandaveranstaltung der Universität, die als öffentliche Bekundung gegen die Tat des Scholl-Schmorell-Kreises konzipiert war, verdeutlicht ebenso die Einstellung Schmids. Li Magold, eine Studentin, berichtete hierüber: »Die Kundgebung im Auditorium Maximum gehört zu den schauerlichsten Erinnerungen, die mir aus jenen Tagen geblieben sind. Hunderte von Studenten johlten und trampelten dem Denunzianten und Pedell der Uni Beifall, und dieser nahm ihn stehend mit ausgestrecktem Arm entgegen.« Auch Betty Brunnhuber, mit der Schmid in Kontakt stand, zitiert Schmid zur Zeit des Falls Scholl aus ihrer Erinnerung folgendermaßen: »Das hätten die Scholls dem Führer nicht antun dürfen, es ginge nicht, daß man unseren Frontsoldaten in den Rücken fällt. Wo solle das hinführen ?«

Quelle: Sönke Zankel: Vom Helden zum Hauptschuldigen –
Der Mann, der die Geschwister Scholl festnahm. In: Elisabeth Kraus (Hrsg.): Die Universität München im Dritten Reich. Aufsätze. Teil I. S. 581ff.

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Ich sah mir letztens den Film an...
sehr berührend.

Und von all dem Geschichteunterricht der Unterstufe zum 2. Weltkrieg, blieb mir Sophia Scholl in Erinnerung.

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Welchen Film genau, da gibts mehrere.

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Sophie Scholl - Die letzten Tage

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Mit ist gestern zufällig die DVD von Michael Verhoevens Die weiße Rose in die Hände gefallen, den Film werde ich mir mal wieder anschauen.

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Das ist ein sehr berührender schöner Film.

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ja, die freiheit lebt für uns weiter, dadurch daß sie ihr leben gaben.
für uns.
so aufrecht und mutig.

ich lebte mal eine weile in dem karmelkloster, das für die gedenkstätte (-hinrichtungsstätte) plötzensee gegründet wurde.
dort habe ich mich intensiv mit der familie scholl befasst und - zu bewundern begonnen.

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Ich las als Teenager einige Bücher über die Weiße Rose.

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Haben Sie auch die "Briefe und Aufzeichnungen"?

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Nein, ich glaube nicht.

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Ich hab jetzt endlich mit Damit wir uns nicht verlieren angefangen.
Obwohl ich grad in einem andren dicken Buch steck und auch nur noch knappe 2 Wochen Lesefreiheit hab. Mal sehen, wie lange ich brauche.
Hab aber schon überlegt, ob es nicht an "leichten" Tagen als Lesebuch mitreisen darf. Geht allerdings nur, wenn der Rucksack nicht schon überladen mit Arbeitsmaterial ist.

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Jetzt, wo Sie es erwähnen, fällt mir ein, dass ich mal eine Besprechung im Radio gehört habe. Ich kenne es aber nicht - und hatte auch ganz vergessen, dass Fritz Hartnagel im Oktober 1945 Sophies ein Jahr ältere Schwester Elisabeth heiratete.

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Paar von den Briefen sind schon im weiter oben genannten Buch abgedruckt.
Was ich schön finde, ist, daß hier von rund 400 Briefen über 300 den Weg in ein Buch gefunden haben - auch wenn es sehr dick ist.
Aber es bietet einen Einblick in fünf Jahre (Entwicklungs)Geschichte.

Bei Etty Hillesum hatte ich zwischendurch eigene Strategien, um mit dem Buch fertig zu werden. Auch, weil es so viele Pausen gibt und auch der Stil anders ist (allerdings ist sie auch ein wenig älter gewesen).

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